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Kalter Blick, Scharfer Zahn

by Zinnschauer

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Produced, mixed and mastered by Magnus Wichmann
<3

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released August 21, 2012

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Zinnschauer Hamburg, Germany

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Track Name: Bildertrommel
Manchmal steht man mit blassen Augen und schwankender Hand
vor einem alten Tag, der dort blieb, zurückliegt, doch ruft.

Hör auf! Du weißt doch, du bist zu laut.

Und ich weiß noch genau wie es war,
damals als ich dich vergaß.

Es war doch so wunderschön.
Jetzt, schaut euch an und wenn sie erscheint nimm sie in' Arm!
Und wenn du satt bist, dann trenn es ab. Reiß es ab!

Okay, gut siehst du aus. Und sag mal, wie geht‘s dir?
Kalt...
So kalt, dein Blick ist so falsch.

Wieso sollten wir reden, über Sonne und Regen,
wenn dir selbst im nie dämmernden Dauernebel die Ausreden ausgehen?
Oder siehst du etwa das Laub wehen?
Hallo!? Bei Flaute kann sich nichts bewegen und vor allen Dingen nicht,
wenn du drauf stehst. Aber es ist wohl dein zu Hause, dein gebautes Nest,
du bist ein fauler Wolf, der fett geworden ist.
Und ich glaub es nicht, und ich will es nicht versteh‘n
Du bist doch so wunderschön.
Hätte nie gedacht, dass das alles noch so bunt ist.

Deine Farben, liegen mir noch immer schwer im Bauch,
deine Farben, haben mich satt gemacht,
Ich soll dich umarmen? Niemals!

Heute steh ich mit klaren Augen und Bleiche im Arm im Wind.
Track Name: Glaskiefer
Es bleibt noch ein letzter Schritt zum Glücklichsein.
Endlich grau und weiß.
Alles blass gebleicht. Es tut mir Leid.
Doch ab dem nächsten Moment, werd' ich dich nicht mehr erkennen,
dann bin ich farbenblind.
Und falls irgendein Teil verbleibt, dann verbleicht er mit der Zeit.

Mach schon, öffne die Augen, streng dich an!
Und wenn sie erscheint, schütt' es hinein!

Also riss er die Augen auf und hob den Kopf.
Fast blind löste sich seine rostige Hand von der Flasche,
und schraubte Kruste für Kruste den Schorf am alten Verschluss ab.

Der Dampf kroch ihm in die Nase und in den Mund.
Er war bitter. Klar und bitter.
Seine Lider zitterten,
doch seine Augen blieben offen,
und schauten auf die Tropfen,
denn in der Bleiche lag die Hoffnung.

Dein Gesicht ist völlig überschminkt,
so bunt bist und warst du sicher nicht.
Und du weißt, dass du eines von den großen Stücken,
aber keines von den guten bist, oder?

Heute füttere ich die schmalen Raupen,
die schon lange in meinen Augen leben
und versuchen dich herauszusaugen.
Heute geht ein alter Tag zu Ende.

und deshalb hebe ich die Hand,
setze diese Flasche an,
und schaue tief hinein.

Ahhh
Beißendes Licht. Würmer in den Augen.
Beißendes Licht. Ich kann gar nichts mehr seh’n.
Warum hab ich das getan?
Ich weiß es nicht. Oh, mein linkes Auge.
Beißendes Licht. Sag schon, werde ich dich verlier’n?

Bestimmt, denn gerade bin ich blind und fühle nichts im Bild.
Doch das ist was ich haben will.



Es scheint vorbei zu sein.
Zwar schau ich noch nicht hin
doch weiß ich, dass du mir schon jetzt egal bist.

Dann öffne ich jetzt mal das Auge, das ich verletzt hab.
Und schau genau hin.
Track Name: Linkes Auge
Ich sehe einen toten Wald.
Klammes Licht bricht fahl durch die Äste.
Staub in der Luft.
Stille im Gestrüpp.

In dem Wald steht ein Wolf.
Kalter Blick.
Scharfer Zahn.
Und er wartet auf mich.

Die Jahre gingen ins Land,
ich sah ihn jede Nacht.
Jetzt warte ich auf ihn
Track Name: Wintersetzling
Und dann kamst du.
Dich konnte ich durch beide Augen sehen.
Die Haut zwar blass, doch das Herz so laut.
Im Wald warst du genau so still wie ich.

Du sagst, dass er uns beißen wird
und dass du nur noch wartest,
einfach nur warten willst.
Track Name: Zweig und Spross
Nein! Du greifst jetzt die Hand, ich zieh' dich raus!
Bitte wein' nicht, verlass dich einfach drauf, mach beide Augen auf!

Schau dir diese Kinder an, Ruß und Rauch und Dreck im Arm.
Mit Kerben in den Lippen und vielleicht bald Bildern auf der Haut.

Seh'n sie nicht glücklich aus?
Solang der Wolf sie nicht verschlingt,
werden sie lachen, so oft sie auch fallen,
und du wirst dabei sein.

Na klar, irgendwann frisst er uns auch.
Da könn'n wir nichts tun, nein.
Nein! Du greifst jetzt die Hand, ich zieh' dich raus.

Verdammt du hörst mir nicht zu!

Du wartest doch auch, auf den Tag ohne Fragen,
Das ist gar nicht so leicht, wenn man weiß, dass er kommt.
Und alles schreit: Lass das, stell dich nicht so an!

Es kommt der Punkt da werden wir geh'n,
Warum? Was kommt danach?
Gar nichts, vielleicht hallt ja die letzte Sekunde noch nach.
Etwas, bitte…

Wenn es so weit ist,
dann bleibt nur Bleiche.
Ich will nicht weiter.
Lass mich nie alleine!

Weißt du wo das Problem ist?

Ich hab Angst, dass das alles egal ist.
Sogar das, oder das oder das ist doch alles egal.

Und jetzt lachst du obwohl du das eigentlich kennst.
Du lachst, Danke, und du sagst:

"Schau dir deine Hände an! Der Rost hält ganze Winter lang.
Wir werden uns schon nicht verlieren,
Denn unsere Sorgen teilen wir.
Bei so viel Rost da rutscht doch keiner ab."

Seh'n sie nicht glücklich aus?
Ich mein, solang der Wolf sie nicht verschlingt,
werden sie lachen, so oft sie auch fallen,
und ich bin dabei.
Track Name: Blütezeit
Warm, es wird warm, wir werfen die Schuhe einfach weg und bleiben hier.
Schön, dass es dich gibt. Setz dich doch hin, keinen Schritt mehr weiter geh’n!
Der letzte Schritt ist schon getan.
Der Rost hält ganze Winter lang.
Sieh mich an!

Danke für alles, was du bist. Schön dich zu kennen.

Wir sind jung.
Siehst du die Kinder noch? Ich dachte sie bleiben!
Hinterher! Sonst können wir gleich wieder zurück.
Los! Behalt sie im Blick!
Trag‘ das Auge, weiterhin am rechten Fleck!

Da, ich kann sie seh’n.
Wonach haben sie gesucht?

Halt, wartet mal!
Bitte sagt uns, wohin es geht.

Und eins von de Kleinen,
muss bitterlich weinen
Ich hör genau hin.

„Ihr wisst nicht was ihr tut.
Wir schlafen noch immer.
Wir hören unsere innere Uhr.
Hört ihr sie auch?
Tick, Tack!

Wir seh‘n jung aus, weil wir alt sind.
Wir sind wie ihr.

Doch was nützt die Einsicht?
Der Geruch der Bleiche,
hat uns allesamt geholt.

Doch was nützt die einzige Gelegenheit zu sein,
wenn wir nichts mehr erleben und nichts mehr erinnern können?
Unser Wert geht mit dem letzten von uns.
Und der letzte geht auf jeden Fall.
Und jetzt geh ich.
Track Name: Schlafes Bruder
Farblos reißt der Wolf das Kind, es schweigt, es weiß Bescheid.
Früh genug hat es geseh'n: "Die Zeit rennt, und wir... wir gehen!"
Alles was wir müssen ist die Luft anhalten, Ja genau.

Schäm dich nicht noch da zu sein, seine Zeit war überreif.
Warum starrt der Wolf uns an? Ich glaub' wir sind dran.
Alles was wir müssen ist die Luft anhalten. (Luft)

Ich hab dich überseh'n, das wollt' ich mir noch sagen,
denn vielleicht war ich zu abgelenkt um irgendwas zu tun,
Ich hab dich überseh'n, doch du gehörst hier hin,
du weißt genau wie ich, dass es schneit, bis hier nichts mehr reift.

Kalter Blick und scharfer Zahn, der Wolf bleibt Wolf,
Darum starrt er uns so an, ja, wir sind dran.
Alles was wir müssen, ach wir müssen gar nichts...

Mach dich frei,
Wir fahren heim
jeder für sich.

Alles hab ich dir gesagt, nun
stoß mich weg von deinem Ohr!
Für uns gibt es kein danach.
Immerhin gab's ein davor.

Los jetzt, Beiß schon zu, du Wolf!
Los jetzt, beiß-